Natalie Amiri sohn

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Natalie Amiri (persisch ناتالی امیری, * 11. Juli 1978 in München) ist eine iranisch-deutsche Journalistin und Fernsehmoderatorin. Seit dem 30. März 2014 moderiert sie den Weltspiegel aus München sowie das BR Europa Magazin euroblick. Von 2015 bis April 2020 leitete sie das ARD-Studio in Teheran.

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Leben
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Amiri wuchs in einer deutsch-iranischen Familie auf; ihr Vater kam Mitte der 1960er Jahre aus dem Iran nach Deutschland. Natalie Amiri studierte Orientalistik mit Schwerpunkt Iranistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, verbrachte ein Auslandssemester in Teheran und Damaskus und schloss mit dem Diplom in Orientalistik ab. Anschließend arbeitete sie zwei Jahre an der deutschen Botschaft in Teheran. Ab 2007 berichtete sie als Korrespondentin für die ARD aus dem Teheraner Studio. Seit 2011 ist Amiri als freie Journalistin für die Sendungen Tagesthemen, Tagesschau, ARD-Morgenmagazin, ARD-Mittagsmagazin und die Fernseh- und Hörfunksender Phoenix, Tagesschau24, Deutsche Welle, Deutschlandradio und diverse ARD-Sender tätig.

Am 30. März 2014 übernahm Amiri von Bernhard Wabnitz die Moderation des Bayerischen Rundfunks (BR) beim Weltspiegel im Ersten. Seit 2017 kommentiert sie zudem regelmäßig aktuelle Themen in den Tagesthemen für den BR. 2015 wurde sie von Amnesty International als Autorin von The Story in the First : Death Before Lampedusa – Europe’s Fall of Man für den 9. Marler Medienpreis Menschenrechte nominiert. 2018 war Amiri für die Reportage In Deutschland verschwunden – Auf der Suche nach vermissten Flüchtlingsjungen für den Grimme-Preis nominiert.

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Am 1. Mai 2020 gab Amiri die Leitung des Teheraner ARD-Studios, das sie seit 2015 innehatte, auf, da das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für sie ausgesprochen hatte. Ihre Nachfolgerin ist Katharina Willinger. [12] Bereits im Sommer 2019 befürchtete das Auswärtige Amt, Amiri könnte als politische Geisel genommen werden, um sie als Druckmittel für Verhandlungen einzusetzen. Als Doppelstaatsbürgerin wird sie vom Iran wie eine iranische Journalistin behandelt und hätte daher Angst, inhaftiert zu werden, anstatt wie ausländische Journalisten abgeschoben zu werden. Außerdem kann sie keine konsularische Hilfe in Anspruch nehmen. In einem Interview mit Zapp gab Amiri an, mehrfach im Iran festgenommen und verhört worden zu sein, auch ihr Pass sei abgenommen worden. In einem Interview mit der Abendzeitung erklärte sie, der iranische Geheimdienst habe versucht, sie als Spionin zu rekrutieren. Außerdem wurde ihr angeboten, sie ins Gefängnis zu stecken, damit sie „Publizität“ bekomme.

Natalie Amiri und Wolfgang Ischinger auf der Münchner Sicherheitskonferenz (2021)
Am 19. Februar 2021 moderierte Amiri in der Rolle des Zeremonienmeisters gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) Wolfgang Ischinger die MSC Special Edition 2021 mit dem Titel Beyond Westlessness: Renewing Transatlantic Cooperation, Meeting Global Challenges.

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Mit Interviews und Reportagen, darunter der 30-minütigen ARD-Reportage Die Terrorfront in Syrien, wurde Amiri einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Für ihren Fernsehbeitrag Tod vor Lampedusa – Europas Sündenfall, der am 6. Oktober 2014 in der ARD ausgestrahlt wurde, wurde sie zusammen mit Ellen Trapp mit dem Katholischen Medienpreis 2015 in der Kategorie „Elektronische Medien“ ausgezeichnet. 2018 gewann sie für ihren Beitrag Verschwunden in Deutschland – Auf der Suche nach vermissten Flüchtlingsjungen den Medienpreis der Kindernothilfe. Für die Berichterstattung aus dem Iran wurde Amiri für den Deutschen Fernsehpreis 2019 in der Kategorie „Beste Information: Auslandsreporter“ nominiert.

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Im Februar 2020 zeichnete das Magazin Medium Amiri als eine der zehn besten Politjournalistinnen aus und sie erhielt eine Auszeichnung als „Beste Politjournalistin des Jahres“ für ihre Berichterstattung über den US-Iran-Konflikt und für ihre vermittelnde Rolle als ARD-Korrespondentin und -Moderatorin Weltspiegel. 2021 zeichnete sie das Medium Magazine mit dem ersten Platz und damit als beste Politjournalistin des Landes aus. Die Begründung der Jury lautet: „Amiri berichtet professionell und sachkundig aus Krisenländern wie Afghanistan und Syrien. Mit Empathie, aber kritischem Blick auf die Regierungen zeichnet sie ein klares und realistisches Bild dieser Länder. Ihr Buch „Zwischen den Welten“ über ihre Erfahrungen im Iran wurde 2021 zum Bestseller. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz trägt sie dazu bei, dass die Krisenregionen der Welt nicht vergessen werden.“ 2022 erhielt sie den Journalistenpreis der Landeshauptstadt München .

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Neben Deutsch spricht Amiri Englisch, Französisch, Persisch und Arabisch. Sie hat einen Sohn, der im Januar 2003 geboren wurde und den sie als alleinerziehende Mutter großgezogen hat. Sie lebt in München.

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