Luisa Neubauer Vermögen

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Luisa-Marie Neubauer (* 21. April 1996 in Hamburg) ist eine deutsche Klimaschutzaktivistin. In Deutschland ist sie eine der Hauptorganisatorinnen des von Greta Thunberg inspirierten Schulstreiks Fridays for Future („Klimastreik“). Sie plädiert für eine mit dem Pariser Klimaabkommen kompatible Klimapolitik und einen deutschen Kohleausstieg bis 2030, Generationengerechtigkeit und gegen weltweite Armut.
Neubauer wuchs als jüngstes von vier Geschwistern in Hamburg-Iserbrook auf. Ihre Mutter ist staatlich geprüfte Krankenschwester und betreibt ein Pflegeheim. Ihr Vater führte das Pflegeheim gemeinsam mit ihrer Mutter bis zu seinem Tod um 2015. Sie engagierte sich in der Anti-Atom-Bewegung der 1980er Jahre, sensibilisierte Luisa Neubauer für die Klimaproblematik und schenkte ihr ihren Anteil an der taz-Genossenschaft. Zwei ihrer drei älteren Geschwister leben in London. Auch ihre Cousine Carla Reemtsma ist (Stand 2020) eine Leitfigur von Fridays for Future in Deutschland.

Neubauers gesellschaftspolitisches Engagement begann in der Kirche. Als Studentin nahm sie an einem Austauschprogramm in Namibia teil. 2014 legte sie ihr Abitur am Marion-Dönhoff-Gymnasium in Hamburg-Blankenese ab. Im folgenden Jahr arbeitete sie für ein Entwicklungshilfeprojekt in Tansania und auf einer Bio-Farm in England.

Zum Wintersemester 2015 begann sie ihr Studium der Geographie an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie absolvierte ein Auslandssemester am University College London und erhielt ein Deutschlandstipendium sowie ein Stipendium der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung. Im Sommersemester 2020 schloss sie ihr Studium mit dem Abschluss Bachelor of Science ab. Anschließend begann sie ein Masterstudium der Geographie: Ressourcenanalyse und -management an der Georg-August-Universität Göttingen.

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Seit 2016 ist sie Jugendbotschafterin der nichtstaatlichen Entwicklungsorganisation ONE. Darüber hinaus engagierte sie sich bereits bei der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen, der internationalen Klimaschutzorganisation 350.org, der Right Livelihood Award Foundation, der Klimakampagne Fossil Free und der deutschen NGO The Hunger Project.

Gemeinsam mit anderen Studierenden erreichte sie mit der Kampagne „Divest! Hole dein Geld ab!“ dass die Universität Göttingen nicht mehr in Industrien investiert, die mit Kohle, Öl oder Gas Geld verdienen.

2018 nahm sie als eine von vier deutschen Delegierten am Y7 World Youth Summit, einer Ergänzung zum G7-Gipfel, in Ottawa, Kanada, teil. Als Reaktion auf die geplante Rodung im Hambacher Forst initiierte die Delegation im Oktober 2018 einen offenen Brief an die Bundesregierung, in dem sie diese aufforderte, das Vorgehen des Energieerzeugers RWE im Hambacher Forst zu verurteilen und Generationengerechtigkeit einzufordern in der Klimapolitik. Der Brief wurde von 100 Jugendlichen verfasst, darunter die Aktivisten Ali Can und Felix Finkbeiner und die BUND-Jugendorganisation unterzeichnet.

Im Dezember 2018 war sie als Jugenddelegierte der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen beim Weltklimagipfel in Katowice, wo sie unter anderem Greta Thunberg, die Initiatorin von Fridays for Future, traf.

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Anfang 2019 wurde sie als eine der führenden Aktivistinnen von Fridays for Future in Deutschland bekannt. Luisa Neubauer gilt in vielen Medien als das „deutsche Gesicht“ dieser Bewegung.

2019 sagte Neubauer, die Schülerstreiks für eine wirksame Klimaschutzpolitik seien nicht das Ziel ihres Engagements. Wichtiger sei die Arbeit im Hintergrund: „Was wir tun, ist unglaublich nachhaltig. Wir binden Menschen in Strukturen ein, wir versuchen die Veranstaltung so zu gestalten, dass man etwas lernen kann. Und wir führen grundlegende Debatten darüber, was wir unter Klimaschutz verstehen.“ Etwas Neues entsteht: eine moderne politische Bewegung ohne detailliertes Programm und Mitgliedschaft. Laut Die Zeit gab es im März 2019 bereits 250 Ortsgruppen in Deutschland.

Nach Kritik an der Beteiligung von Siemens am Bau der Kohlemine Carmichael der Adani-Gruppe traf sich Joe Kaeser am 10. Januar 2020 mit Aktivisten von Fridays for Future und bot Luisa Neubauer eine Führungsposition bei Siemens Energy an. Auf die Frage, ob es der Aufsichtsrat oder ein anderes Gremium sei, antwortete Kaeser, Neubauer könne dies selbst entscheiden. Neubauer lehnte das Angebot mit der Begründung ab, es sei dann den Interessen des Unternehmens verpflichtet und Siemens könne sich nicht mehr eigenständig äußern. Ihr Vorschlag, den Aufsichtsratsposten durch einen Vertreter von Casting Scientists for Future zu ersetzen, lehnte Kaeser ab; Er sagte, Siemens habe bereits genug Experten und Wissenschaftler. Kaeser bestritt später, Neubauer einen Vorstandsposten angeboten zu haben, was von Fridays for Future abgelehnt wurde. Dieser Eindruck entstand laut Kaeser, weil eine Journalistin auf die Frage, ob er Neubauer einen Sitz in einem Aufsichtsrat oder ein Aufsichtsratsmandat angeboten habe, gesagt habe, sie könne zwischen beiden wählen.

Von Juni 2017 bis März 2019 schrieb Neubauer als ONE-Jugendbotschafter für die deutsche Ausgabe der Huffpost. Außerdem schrieb sie als Gastautorin Artikel für mehrere Online-Magazine, beispielsweise für den Blog des WWF.

Von September 2019 bis November 2020 hatte Neubauer eine Kolumne im Stern. Im wöchentlichen Wechsel mit dem Philosophen Richard David Precht, dem Sozialpsychologen Harald Welzer und der Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann schrieb sie unter dem Motto „Auf dem Weg ins Morgen“.

Im Oktober 2019 veröffentlichte sie gemeinsam mit Alexander Repenning The End of the Climate Crisis – A Story of Our Future.

Seit November 2020 moderiert Neubauer den Spotify-Podcast 1,5 Grad, der im Juni 2021 mit dem Deutschen Podcast-Preis in der Kategorie „Bester Newcomer“ ausgezeichnet wurde.

Im Juli 2021 veröffentlichte sie zusammen mit Bernd Ulrich das Buch Wir haben immer noch die Wahl – Ein Gespräch über Freiheit, Ökologie und den Konflikt der Generationen.

Die Wochenzeitung Die Zeit hat Neubauer im September 2021 in ihren „Grünen Rat“ berufen, der das Ressort „Grüne“ mit Ideen, Kritik und eigenen Beiträgen unterstützen soll.

Luisa Neubauer Vermögen
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Dringlichkeit des Klimaschutzes
Als Gastautorin des WWF-Blogs beschrieb Luisa Neubauer am 24. Januar 2019 ihre Sicht auf dringendes Handeln in der Klimakrise:

„Denn es fühlt sich tatsächlich so an, als würden wir in einem Auto sitzen, das eine Klippe hinunterfährt. Aber statt zu bremsen, beschleunigt man. Wir wurden ungefragt in dieses Auto gesteckt. Dieser Abgrund existiert wirklich. Der menschengemachte Klimawandel ist real und Wir erleben die gravierenden Veränderungen, die er in diesen Tagen mit sich bringt. Wir sind die unfreiwilligen Passagiere. Und mit “wir” meine ich die Generation, die mehr als alle anderen mit den Folgen des Klimawandels leben müssen. “Wir” sind auch die letzte Generation, die die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise noch abwenden können.“ Unsere Treiber sind die Politiker, Entscheidungsträger und Branchenführer mit dem Fuß auf dem Gaspedal.“
In einem Doppelinterview mit der Zeit, das Neubauer im Oktober 2021 mit dem Physik-Nobelpreisträger Klaus Hasselmann zusammenbrachte, teilte sie dessen Optimismus nicht, dass noch Zeit sei, die Probleme der Erderwärmung zu lösen, da laut Hasselmann die Maßnahmen, die umgesetzt werden müssen, sind nicht zu groß: Der Umstieg von fossilen auf regenerative Energien ist technisch richtig und einfach. Neubauer konterte: „Im Moment sehe ich nicht, dass wir das schnell genug hinbekommen. Ich bin 25 Jahre nach Ihren Erkenntnissen geboren [dass die Erderwärmung zu 95 Prozent menschengemacht ist, seitdem sind weitere 25 Jahre vergangen und Die weltweiten Emissionen steigen ungebremst, das Artensterben eskaliert.“ Gegen Hasselmanns Optimismus, dass der Umstieg auf alternative Energien „keine Einbußen, keine Reduzierung unseres Lebensstandards“ erfordere, weil die neuen Technologien im Vergleich zu fossilen Energien bereits profitabel seien und in ausreichender Menge zur Verfügung stünden, wandte Neubauer ein, dass erneuerbare Energien auf dem Vormarsch seien 20 Jahre auf dem Markt, aber trotz ihrer Rentabilität begannen sie blockiert zu werden, als sie politisch unbequem geworden waren: “Beim Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas geht es im Wesentlichen um Lobbyarbeit, um Macht, um politischen Willen. Das wird oft versteckt.” auf Fragen des politischen Willens, der oft ausgeblendet wird.“ zu Fragen des politischen Willens, der oft verborgen bleibt.

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Streit mit Peter Altmaier
Neubauer organisierte für den 25. Januar 2019 eine Demonstration in Berlin, bei der sich zeitgleich zur Sitzung der Kohlekommission mehrere tausend Teilnehmer vor dem Bundeswirtschaftsministerium und dem Bundeskanzleramt versammelten. [55] Am Tag der Demonstration traf sie gemeinsam mit zwei weiteren Vertretern der Bewegung mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zusammen und überreichte der Kommission einen offenen Brief, der unter anderem die Forderung nach einem schnelleren Kohleausstieg enthielt. Neubauer sagte dem Wirtschaftssekretär laut The Guardian, er sei Teil des Problems, weil er für die Industrie arbeite und nicht für die Menschen oder den Planeten.

In einer Auseinandersetzung mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im Spiegel am 16. März 2019 vertrat Luisa Neubauer folgende Ansichten zur Klimaschutzpolitik:

Das noch zulässige deutsche Gesamtbudget für CO 2 -Emissionen, um den notwendigen deutschen Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu leisten, wird unter den derzeitigen Bedingungen vor 2030 ausgeschöpft sein. Laut der 2019 geltenden politischen Planung sollen emissionsstarke Kohlekraftwerke jedoch bis 2038 weiterlaufen. „Das entspricht weder klimapolitisch noch physikalisch dem Pariser Abkommen.“
Im Verkehrssektor wollte die Bundesregierung den CO 2 -Ausstoß bis 2030 um 40 Prozent reduzieren. Das ist kein ambitioniertes Ziel, wird aber wohl noch verfehlt. Gegen Altmaier gerichtet: „Wir sehen, dass unsere Zukunft auf Ihrer Prioritätenliste weit hinter der von VW steht.“
Auf die Frage der Interviewerin, wo sie beim Klimaschutz ansetzen würde, antwortet Neubauer: „Wir müssen schnell die Low Hanging Fruits im Klimaschutz ernten, und das sind die 14 Kraftwerksblöcke. Wenn wir die jetzt abschalten, könnten wir uns treffen.“ die Klimaziele bis 2020 zu erreichen. Es wäre wirtschaftlich machbar, wenn es die Energiesicherheit nicht gefährden würde und wir in 10 Jahren Netto-Null-CO2-Emissionen erreichen würden.“
Altmaiers Ablehnung von „Quick-Fix“-Lösungen – die zu massiven Arbeitsplatzverlusten und für „Handwerker und Mittelständler“ zu Energiepreiserhöhungen führen könnten, die ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen – kontert Neubauer: „Hätten wir vor 20 Jahren angefangen zu sparen vier Prozent der Emissionen weltweit pro Jahr könnten wir problemlos das Pariser Klimaabkommen einhalten, stattdessen müssten Sie weltweit 18 Prozent CO 2 pro Jahr einsparen – wir rasen in einem enormen Tempo auf ökologische Schäden zu, die in keiner Weise reparabel sind.

Auftritt in hart aber fair
Am 25. März 2019 erläuterte Neubauer in der ARD-Talkshow Hart aber fair die Positionen von Fridays for Future. Als Ulf Poschardt, Chefredakteur der Welt, sagte, dass E-Autos „keine Seele haben“, antwortete sie: „Entschuldigung, wir haben keine Zeit, uns um die Seele zu kümmern.“ Während die Menschheit in eine Klimakrise rast, haben „alte weiße Männer“ solche Überlegungen angestellt. In einem Meinungsbeitrag der Süddeutschen Zeitung stellte Philipp Bovermann fest, dass Neubauer bei ihrem Auftritt nicht ihren „wichtigsten Trumpf“ ausgespielt habe, nämlich „die Klimakrise zum Generationenthema zu machen“. Alexander Strassner Die Welt fand – ohne den Zusammenhang zu nennen – Neubauers Wortwahl „alter, weißer Mann“ als abwertend. Es fehlt an Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft, etwa beim Kohleausstieg.

Am 9. Mai 2019 kommentierte Neubauer in Die Zeit: „Viele politische Journalisten haben eine Meinung zum Klima, aber leider wenig Ahnung. Auch deshalb wird lautstark debattiert – während die Regierung von kritischen Fragen weitgehend verschont bleibt.“ .“ Darin beklagt sie, dass die politische Elite bisher ein klares Bekenntnis zu effektivem Klimaschutz vermeiden konnte, „weil die Journalisten es zugelassen haben“. Es sei notwendig, dass mehr Politjournalisten über die entsprechende Expertise verfügten, um die entsprechenden Fragen in die politische Debatte einzubringen.“ Der Exportweltmeister Deutschland gehe jeden Tag ein Stück weiter von dem durch das Pariser Abkommen aufgezeigten Weg.“ In diesen Zeiten sollte es so sein Selbstverständlichkeit, dass Journalisten aller Ressorts über die Klimakrise Bescheid wissen.“ Gefragt seien Geschichten, auch außerhalb des Wissensressorts, die das Abstrakte nachvollziehbar machen: „Durchgängig, sachlich und unabhängig von den Außentemperaturen.“

Bei einem Besuch im Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung stellten Greta Thunberg und sie selbst die Situation von Wissenschaftlern wie folgt dar: „Durch die Anhäufung unserer Emissionen in den letzten 140 Jahren ist die Menschheit zu einer geologischen Kraft geworden. Wir erschaffen Wüsten.“ , wir verändern die Art und Weise, wie Ozeane und Luftmassen zirkulieren, wir zerstören Gletscher und terrorisieren die Ökosysteme, von denen wir selbst abhängig sind.“ Regierung und Opposition, Journalismus und Öffentlichkeit sollen laut Neubauer erst noch kommen, um sich „in aller Ehrlichkeit“ mit dem Klima auseinanderzusetzen.“ Sollten sich die Rahmenbedingungen entsprechend ändern, hofft Neubauer auf eine „Klima-Kulturrevolution“ in der Zukunft.

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Am 9. Mai 2021, vor der Bundestagswahl am 26. September 2021, warf Neubauer in einer Podiumsdiskussion bei Anne Will dem Kanzlerkandidaten der Unionsparteien Armin Laschet unter anderem vor, die Nominierung des ersteren vorzuschlagen Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, als Direktkandidat, weil er sich nicht energisch genug gegen den Bundestag gestellt habe. Maaßen verbreitete rassistische und antisemitische Inhalte, indem er Beiträge aus antisemitischen Blogs teilte. Von Laschet gebeten, Beweise für die Antisemitismus-Vorwürfe gegen Maaßen zu liefern, die er für unzutreffend hielt, mischte sich Neubauer im Studio nicht ein. Die Redaktion der Sendung kündigte an, die Vorwürfe zu prüfen. Maaßen selbst bezeichnete es am nächsten Tag als haltlos und papierlos und sprach von einer „Verrohung des politischen Diskurses“. Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein kritisierte Neubauer und warnte davor, pauschale Antisemitismusvorwürfe ohne Beweise zu verbreiten; diese bedürfen „klarer und eindeutiger Beweise“ – wer anderen Antisemitismus vorwerfe, müsse sich „seiner Verantwortung für die deutsche Geschichte bewusst sein“. Stephan Kramer, Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, erkannte nach Analyse von Maaßens Veröffentlichungen und seiner Verwendung bestimmter Begriffe „klassische antisemitische Stereotype“; Rechtsextremismusforscher Matthias Quent sagte nach Analyse des Textes, Maaßen bewege sich „in der Tradition antisemitischer Weltanschauungen der Ideengeschichte“.

Nach ungeprüften Angaben hat Neubauer mindestens eine Million auf seinem Konto – mehr als Gerüchte sind das aber nicht.

Andere Quellen gehen davon aus, dass das Vermögen von Luisa Neubauer mindestens fünf Millionen Dollar beträgt.

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