Karl Lauterbach Krankheit

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Karl Wilhelm Lauterbach (deutsche Aussprache: [kaʁl ˈlaʊ̯tɐˌbax] (hören; geb. 21. Februar 1963) ist ein deutscher Wissenschaftler, Arzt und Politiker der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), der seit dem 8. Dezember Bundesgesundheitsminister ist 2021. Er ist Professor für Gesundheitsökonomie und Epidemiologie an der Universität zu Köln (seit 2005 beurlaubt). Seit der Bundestagswahl 2005 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Während der COVID-19-Pandemie wurde sein Name in Deutschland durch seine häufigen Auftritte in Fernseh-Talkshows als eingeladener Gastexperte sowie durch seine häufige Nutzung von Twitter zur Kommentierung der anhaltenden Pandemie bekannt.

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Ausbildung und Beruf
Lauterbach studierte Humanmedizin an der RWTH Aachen, der University of Texas at San Antonio und der Universität Düsseldorf, wo er seinen Abschluss machte. Von 1989 bis 1992 studierte er Gesundheitspolitik und -management sowie Epidemiologie an der Harvard School of Public Health in Boston und schloss 1992 mit einem Doctor of Science ab.[3] Von 1992 bis 1993 war er Fellow an der Harvard Medical School, gefördert von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Lauterbach war mehrere Jahre CDU-Mitglied, bevor er 2001 der SPD beitrat.

Lauterbach war von 1998 bis 2005 Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) an der Universität zu Köln und wurde anschließend aufgrund seiner Bundestagstätigkeit von dieser Funktion beurlaubt. 2008 wurde er zum Adjunct Professor an der Harvard School of Public Health ernannt.[1] Von 1999 bis zu seiner Wahl in den Bundestag im September 2005 war er Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen.[6] Er war Mitglied der Rürup-Kommission, eines von der Regierung eingesetzten Expertengremiums zur Überprüfung der Finanzierung der Sozialversicherungssysteme.

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Lauterbach ist mit einem Direktmandat in den Bundestag eingezogen, indem er bei der Bundestagswahl 2005 in seinem Wahlkreis Leverkusen – Köln IV gewonnen hat. Zwischen 2005 und 2013 war er Mitglied des Gesundheitsausschusses. Innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion gehört Lauterbach der Parlamentarischen Linken an, einer linken Bewegung.

Vor der Bundestagswahl 2013 nahm Peer Steinbrück Lauterbach in sein Schattenkabinett für den Wahlkampf der SPD zur Absetzung der amtierenden Angela Merkel als Bundeskanzlerin auf. Während der Kampagne diente er als Schattenminister für Gesundheit. Bei den Regierungsbildungsverhandlungen nach den Wahlen leitete er die SPD-Delegation im Arbeitskreis Gesundheit, sein Co-Vorsitzender von der CDU/CSU war Jens Spahn. Von 2013 bis 2019 war er stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion unter der Leitung der aufeinanderfolgenden Vorsitzenden Thomas Oppermann (2013–2017) und Andrea Nahles (2017–2019).

Lauterbach war von 2015 bis 2017 von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe berufenes Mitglied einer Expertenkommission zur Reform der deutschen Krankenhausversorgung Gesundheitssektor.

Bei der SPD-Vorstandswahl 2019 kündigte Lauterbach an, gemeinsam mit Nina Scheer für den Posten des Co-Vorsitzenden der Partei zu kandidieren. Seitdem ist er im Bundestagsausschuss für Recht und Verbraucherschutz und dessen Unterausschuss Europarecht tätig.

Bei der Bundestagswahl 2021 gewann Lauterbach souverän den Sitz in Leverkusen und sicherte sich damit die Rückkehr in den Bundestag, obwohl er nicht auf einem Spitzenplatz der Parteiliste der SPD nominiert worden war. Bei den Verhandlungen zur Bildung einer sogenannten Ampelkoalition von SPD, Grünen und FDP nach der Bundestagswahl 2021 hatte Lauterbach als Teil der Delegation seiner Partei im Arbeitskreis Gesundheit den Co-Vorsitz inne von Katja Pähle, Maria Klein-Schmeink und Christine Aschenberg-Dugnus.

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Am 6. Dezember 2021 wurde Lauterbach in der Ampelkoalition zum Bundesgesundheitsminister ernannt. Er trat das Amt am 8. Dezember 2021 an, als das Kabinett Scholz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier formell ernannt wurde. Aufgrund von Lauterbachs hohem Bekanntheitsgrad in Deutschland als Medienkommentator zur COVID-19-Pandemie beschrieb der Berlin-Korrespondent von The Economist, Tom Nuttall, seine Nominierung für das Kabinett als „vielleicht die am sehnlichsten erwartete Ernennung zum Gesundheitsminister in der Geschichte der demokratischen Welt“.

Eine Woche nach seiner Amtszeit äußerte Lauterbach bei einem Besuch in Hannover Bedenken, dass Deutschland auf eine viel stärkere fünfte Welle von COVID-19-Infektionen zusteuern könnte, insbesondere für die Omicron-Variante. Er sagte auch, er erwarte, dass das Land im ersten Quartal unter einem Impfstoffmangel leiden werde.

Karl Lauterbach Krankheit
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Lauterbach ist ein starker Verfechter der sogenannten Bürgerversicherung, die vor allem von den Sozialdemokraten favorisiert wird. Die Idee beinhaltet die Neuordnung des deutschen Gesundheitssystems und die Einbeziehung aller Menschen und aller Einkommensgruppen in die Finanzierung des Gesundheitswesens.

Zusammen mit Swen Schulz, Otto Fricke, Katrin Helling-Plahr und Petra Sitte war Lauterbach einer der Urheber einer parteiübergreifenden Initiative im Jahr 2021 zur Liberalisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Sterbehilfe in Deutschland.

Während der COVID-19-Pandemie stieg Lauterbach schnell zu überregionaler Bedeutung auf. Er diente während der Pandemie als Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Einem breiten Publikum wurde er durch seine Auftrittshäufigkeit – bis zum 17.12.2020 unübertroffen 30 – als Gastexperte in Talkshows sowie durch die häufige Nutzung von Twitter bekannt. Schon früh in der Pandemie, während des ersten Lockdowns von April bis Juni 2020, warnte er oft vor den negativen Auswirkungen einer vorzeitigen Lockerung der Beschränkungen. Später gehörte er zu denen, die frühzeitig vor einer zweiten Welle der Pandemie warnten. Im August 2021 kritisierte er die Landesregierungen – die Bildung wird von den einzelnen Bundesländern in Deutschland verwaltet – für ihre schlechte Pandemie-Vorbereitung auf das kommende Schuljahr und schlug vor, das Reisen mit Fernzügen auf diejenigen mit kürzlich negativem COVID zu beschränken -19-Test, die Geimpften und die Genesenen (die „3G-Regel“). Für seine Ansichten wurde er von vielen COVID-19-Leugnern und Impfgegnern zur Zielscheibe intensiven Hasses und erhielt häufig Morddrohungen. Es wurde jedoch angenommen, dass sein Ruf zu seinem starken Ergebnis bei den Bundestagswahlen 2021 beigetragen hat.

Vor kurzem, im April 2022, war er das Ziel eines vereitelten Entführungsversuchs von Rechtsextremisten.

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1996 heiratete Lauterbach die Epidemiologin und Ärztin Angela Spelsberg. Sie haben vier Kinder zusammen. Die beiden ließen sich 2010 scheiden, nachdem sie sich 2004 getrennt hatten. Lauterbach hat ein weiteres Kind aus einer anderen Beziehung.
Karl Lauterbach erkrankte als Jugendlicher an Krebs.

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Am 6. Dezember 2021 wurde Lauterbach in der Ampelkoalition zum Bundesgesundheitsminister ernannt. Er trat das Amt am 8. Dezember 2021 an, als das Kabinett Scholz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier formell ernannt wurde. Aufgrund von Lauterbachs hohem Bekanntheitsgrad in Deutschland als Medienkommentator zur COVID-19-Pandemie beschrieb der Berlin-Korrespondent von The Economist, Tom Nuttall, seine Nominierung für das Kabinett als „vielleicht die am sehnlichsten erwartete Ernennung zum Gesundheitsminister in der Geschichte der demokratischen Welt“.

Eine Woche nach seiner Amtszeit äußerte Lauterbach bei einem Besuch in Hannover Bedenken, dass Deutschland auf eine viel stärkere fünfte Welle von COVID-19-Infektionen zusteuern könnte, insbesondere für die Omicron-Variante. Er sagte auch, er erwarte, dass das Land im ersten Quartal unter einem Impfstoffmangel leiden werde.

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