Guido Hommel Vermögen

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Guido Hommel ist Inhaber der Firma Climair mit Sitz im Industriepark in Okarben. Er hat in Frankfurt ganz klein angefangen. Heute ist er Weltmarktführer bei Regen- und Windabweisern für Autos. Seit einigen Wochen darf er sich mit einem besonderen Titel schmücken.

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Die Erfolgsgeschichte von Guido Hommel nimmt die Form von Jupiter an – natürlich in Miniatur. 3,5 Kilogramm wiegt die kleine goldene Auszeichnung im Konferenzraum der Firmenzentrale. Der 71-jährige Inhaber der Firma Climair erhielt ihn im Juli vom Deutschen Wirtschaftsausschuss, einer gemeinnützigen Organisation zur Förderung der sozialen Marktwirtschaft, der allgemeinen und beruflichen Bildung.

Seit 2004 vergibt das Gremium den Goldjupiter an mittelständische Unternehmen, die nicht nur erfolgreich, sondern auch sozial engagiert sind. 37 wurden bisher ausgezeichnet. Laut Daniel Quack, Generalsekretär des Wirtschaftsausschusses, können maximal 100 Unternehmen einen goldenen Jupiter erhalten.

Guido Hommel Vermögen
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Nicht umsonst gehört das im Gewerbegebiet Spitzacker ansässige Unternehmen zum Kreis der Preisträger. Dahinter steckt eine Erfolgsgeschichte. Climair gibt es seit über 40 Jahren, zunächst unter anderem Namen. 1970 gründete Hommel „Guido Hommel Plastic Products“, ein „Ein-Mann-Unternehmen“. Er habe die Firma damals mit Telefon und Schreibmaschine geführt, sagt Hommel schmunzelnd. Schwerpunkt war die Entwicklung der Mittelkonsole des VW Käfers.

Die Rallye findet bereits zum 7. Mal statt und es ist für uns natürlich schön zu sehen, wie gut die Aktion angenommen wird“, sagt Clim-Air-Geschäftsführer Guido Hommel, Organisator der Rallye. “In diesem Jahr werden rund 100 Autos teilnehmen.”

„Für viele Rallye-Fans gehört das mittlerweile einfach zum Programm“, sagt Hommel. „Sie melden sich für das nächste Jahr an, sobald sie die Ziellinie überquert haben. Die Rallye hat einen so guten Ruf, dass sich das unter den Fans herumspricht.“

Die Veranstaltung wurde 2002 ins Leben gerufen: „Ich war schon immer ein großer Oldtimer-Fan“, sagt Hommel. „Ich wollte mit dem Projekt zwei Aspekte verbinden, die mir sehr wichtig sind: Oldtimer fahren und Gutes tun.“ „Die meisten Leute wollen Geld verdienen, indem sie Rallyes gewinnen oder organisieren“, sagt Hommel. „Das steht für uns nicht im Vordergrund, auch wenn es natürlich Preise für die besten Fahrer gibt. Es geht vielmehr darum, die schöne Strecke zu genießen und nach der Fahrt den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.“

Aber etwas anderes ist viel wichtiger: „Jedes Jahr unterstützen wir gemeinnützige Organisationen. Wenn ihr also auf dem Festival etwas trinkt, etwas esst oder an der Tombola teilnehmt, wird das Geld gesammelt und kommt letztendlich diesen Organisationen zugute!“ sagt Hommel. Eine davon ist „Lichtblick Aktiv Schwester Sigrid“. Die Organisation hilft Frankfurter Obdachlosen.

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Seit 1978 heißt das Unternehmen „Climair Plava Kunststoffe GmbH“. Plava ist die Abkürzung für Kunststoffverarbeitung. Heute ist das Unternehmen laut Hommel Weltmarktführer bei Regen- und Windabweisern für PKW- und LKW-Fenster. Climair liefert 70 Prozent der Produkte ins Ausland. Das Unternehmen beschäftigt rund 200 Mitarbeiter – davon 120 in Karben, 30 in einer Niederlassung in Osnabrück und 50 an weiteren kleineren Standorten. Hommel hält 18 Patente und ist dabei, eine Niederlassung in Südafrika aufzubauen.

Dort und weltweit soll er als „Wirtschafts- und Ehrensenator im Bundessenat für Wirtschaft und Technologie“ die soziale Marktwirtschaft fördern. Die staatsfördernde Auszeichnung ist die zweite Ehrung, die der Verein mit guten Kontakten zur Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin Hommel zuteil werden lässt. Der Unternehmer Friedhelm Eickhorn, Präsident des „Motorsport-Club Hessen“, schlug ihn für die Auszeichnung vor. Die beiden kennen sich von diversen Oldtimer-Rallyes. Eickhorn ist selbst Senator hc.

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Generalsekretär Quack sagt, dass nur Personen Senatoren im Wirtschaftsausschuss werden könnten, die sich um die „Komfortzone Deutschland“ verdient gemacht hätten. Aber das allein reicht nicht. “Gemeinnützigkeit ist eines der wichtigen Kriterien.” Hommel unterstützt nach eigenen Angaben seit 1999 die Lebenshilfe Gießen, einen Verein, der sich um die Belange von Menschen mit Behinderungen kümmert. Den Erlös seiner „Climair Rallye rund um Karben“ spendet er an den Verein und an die Obdachlosenhilfe „Schwester Sigrid“.

Erstmals ist jedoch eine Karbener Organisation dabei: die Muco-Hilfe Karben. Der Verein fördert die Erforschung der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose bei Kindern und Erwachsenen. Die Betroffenen haben derzeit nur eine Lebenserwartung von 35 Jahren. Die „Muco-Hilfe“ leitet alle Spenden an das Elisabethen-Krankenhaus in Frankfurt weiter, das seit 2010 an der seltenen Krankheit forscht.

Bis die ersten Autos ins Rollen kommen, braucht es viel Arbeit, weiß Corinna Forma. Sie organisiert das große Event schon lange. „Natürlich geht es um mehr als nur um Autos. Mittlerweile ist für jedes Alter etwas dabei.“ Es gibt eine Hüpfburg und ein Kinderprogramm, Showtanz, Musik und vieles mehr. Und das ohne Zulassung. „Es ist ein schönes Ziel für einen Nachmittagsausflug für die ganze Familie“, sagt Organisator Forma. Allein durch den Verkauf von Speisen und Getränken kamen im vergangenen Jahr 4.500 Euro an Spenden für den guten Zweck zusammen; Ziel ist es, in diesem Jahr die 5.000-Euro-Marke deutlich zu überschreiten. „Da bin ich sehr optimistisch“, sagt der Geschäftsführer: „Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Besucher den Weg zu uns finden“, sagt Hommel.

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Als ihm der Vorstand des Wirtschaftsausschusses vor gut zwei Jahren mitteilte, dass man ihn zum Senator hc machen möchte, wollte er die Ehrung zunächst nicht annehmen. Sein Geschäftsführer war schwer erkrankt, was für ihn viel Mehrarbeit bedeutete. „Ich möchte auch Verantwortung übernehmen“, sagt der Vater zweier Töchter. Die soziale Marktwirtschaft, bringt es Quack auf den Punkt, brauche Stimmen, die für sie sprechen.

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